Gen Norden und zurück

Lang ists her, dass es hier Neuigkeiten gab. Inzwischen sind wir weit gekommen. Nach der Abfahrt in Västervik fing die Schärenwelt so richtig an. Von Insel zu Insel, mit ab und zu mal einem Hafen zum Einkaufen, Duschen und Eis essen immer weiter Richtung Norden.

Vorbei unter anderem an Landsort, dem Anfang des Stockholmer Schärengartens und dem tiefsten Punkt der Ostsee mit immerhin 480 Metern Wassertiefe. Angeblich wird hier Munition und auch schonmal das ein oder andere abgewrackte Schiff versenkt.

Vielleicht kurz ein paar Worte zum Konzept Schärengarten. Die ganze Schärenwelt vor der schwedischen Ostküste besteht aus einer Vielzahl von kleinen Inseln mit tiefen Fahrwassern dazwischen. Die Inseln sind zwischen wenigen Metern und mehreren Kilometern groß, meist mit Nadelbäumen bestanden und entweder komplett unbesiedelt oder mit ein paar Sommerhäusern bestanden. Die Fahrwasser selbst sind bis zu 50 Meter tief, trotzdem sollte man eifrig Seekarte lesen, um nicht einen im Wasser liegenden Felsen zu übersehen. Auflaufen tut hier deutlich mehr weh als im Sandgrund im Wattemeer.

An Stockholm sind wir auf unserem Weg gen Norden zuerst vorbei gesegelt, und weiter bis Mariehamn, auf den Aland-Inseln gefahren. Damit haben wir dann sowohl Finnland erreicht als auch den 60sten Breitengrad überschritten.

In Mariehamn gabs dann erstmal einen gemütlichen Hafentag und die Besichtigung der Viermastbark Pommern, die hier im Hafen liegt. Die Pommern fuhr bis 1952 Weizen von Australien nach England und gehörte einem Mariehamner Reeder.

Nach zwei Tagen gab es dann eine etwas schaukelige Rückfahrt Richtung Schweden mit Ziel Stockholm. Zwischenstopp natürlich wieder an einer einsamen Schäre (so langsam werden wir richtig gut mit dem Heckanker). Dann endlich Stockholm. Man liegt hier direkt in der Stadt neben dem berühmten Vasamuseum. Für eine Woche kommt hier Alonas Schwester zu Besuch. Gemeinsam dann Stadtbesichtigung für ein paar Tage bevor uns die Inselwelt dann wieder hat. Damit sind wir dann auch schon wieder auf dem Weg Richtung Süden. Ziel ist erstmal Söderköping an der Einfahrt zum Götakanal, der uns quer durch Schweden bis Göteborg bringen soll.

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Schärenpicknick

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Unser Naturhafen

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Unser Kräutergarten darf auch mal frische Luft schnappen

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Dalarö Skans

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Morgendlicher Besuch

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Tschüss Schweden

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Hallo Finnland

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Mariehamn

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Ein paar Segel mehr als Sofie

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Ohne Worte

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Steuerfrau

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Schärenwelt und blaue Jungfrauen

Västervik! Die Segelhauptstadt der Schären von Smaland. Irgendwas muss ja Hafengeld von gut 30 Euro rechtfertigen…

Wir sind jedenfalls in der Schärenwelt angekommen. Von Kalmar aus ging es durch den Kalmarsund weiter gen Norden. Da wir noch eine Runde “Groß”-Stadt genießen mussten, kamen wir erst gegen mittag los, so dass unser angestrebtes Ziel, eine von Pinien umstandene Bucht aus dem Schärenführer, dann doch nicht mehr ganz passte. Statt dessen haben wir dann unsere eigene Bucht gefunden. Einen großen Stein am Ufer ausgesucht und mit Heckanker angelegt. Alona ist dann todesmutig an Land gewatet und mit der extra langen Leine wurde der nächste Baum gefangen.

Fertig ist das idylliste Plätzchen was man sich vorstellen kann. Nach einem Spaziergang im Wald war dann auch klar, wieso der nette Apotheker die Reiseapotheke mit Autan austattet hatte. Naja, es gibt nix was sich mit einem selbstgemixten Cocktail in einsamer Natur nicht beheben ließe.

Nachdem uns das einsame Inselleben so gut gefallen hatte, gings am nächsten morgen gleich weiter in Richtung Bla Jungfrun, zu deutsch, blaue Jungfrau. Hierbei handelt es sich in diesem Falle um eine Insel mitten im Kalmarsund, ca. einen Kilometer lang und breit, 86 Meter hoch, welche als Nationalpark ohne Bewohner eine urtümliche Landschaft bereithält. Angelegt wurde, in Ermangelung von Stegen oder ähnlichem an einer Felsküste. So langsam werden wir richtig gut mit dem Heckanker. Die Wanderung um, und über die Insel war dann natürlich Pflicht. Da inzwischen auch wirklich der Sommer angekommen ist, wäre es wohl sinnvoll gewesen, etwas Wasser mitzunehmen. So waren die 4,5 Kilometer dann doch eher anstregend. Aber in jedem Fall lohnend. Von einer von Felsen, Flechten und Nadelbäumen beprägten Landschaft im Norden, bis hin zu dichten Eichenwäldern im Süden der Insel war alles dabei. Aus vorgeschichtlicher Zeit gab es noch ein Steinlabyrinth. Im Mittelalter haben hier angeblich die Hexen der Umgebung wilde Orgien gefeiert, hier lag der Blakulla, der schwedische Blocksberg.

Hexen haben wir aber keine gesehen, und so gings, nach einem kurzen Bad, nachmittags weiter. Ein einsamer Fjord am Festland war das Ziel. Direkt südlich davon, wenig romantisch, ein Kraftwerk.

Vorteil: In den Fjord wird das Kühlwasser abgeleitet, welches die Wassertemperatur auf angenehme 25 Grad hebt. Also morgens erstmal echtes Badevergnügen. Weiter dann durch unglaubliche Schärenfahrwasser zwischen den Felsen hindurch bis Västervik, wo wir bei Kabeljau und Rentiersteak die lokale Küche genossen haben.

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Kalmar Schloss zum zweiten

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Der erste Naturhafen will erobert werden

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Geschafft!

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So muss segeln in Schweden aussehen

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Abendsonne in den Schären

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Sundowner Cocktail

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Felsenhafen auf Bla Jungfrun

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Inselwanderung

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Felsenbucht

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Die

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Steinlabyrinth

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Labyrinth bezwungen

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Zurück zum Boot

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Erfrischung nach der anstrengenden Wanderung

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Abschied von der blauen Jungfrau

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Schärensegeln

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Leuchtürme...

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...Felsen...

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...Kliffs...

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...Kanäle...

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Felseninseln und Skandinavienhoch

Mal wieder Internet, diesmal im Stadthafen von Kalmar. Die letzten Tage waren vor allem durch zwei Dinge geprägt: Endlich T-Shirt-Wetter und ziemlich einsam in der Ostsee gelegene Felseninseln.

Vor der Abfahrt von Bornholm haben wir noch Mittsommer auf dänisch gefeiert. Hier wird der Sankt-Hans-Tag gefeiert und zwar u.a. durch entzünden eines großen Reisigfeuers mit darauf sitzender Hexe. Hat ein bischen was von Nubbel-Verbrennung, nur ohne Kölsch.

Danach gings los nach Christiansö. Eigentlich sind es zwei Inseln, Frederisksö und Christiansö. Ca. 30 km nördlich von Bornholm gelegen, gibt es hier ganze 92 Einwohner, einen kleinen Kaufmannsladen und alte Befestigungen. Zu Fuß ist man in ca. einer halben Stunde herumgewandert. Auch hier nochmal ein Hafentag um den hoffentlich allerletzten Starkwind abzuwarten.

Danach gings dann auf den großen Schlag quer über die Hanöbucht bis hinüber nach Utklippan. Zurück in Schweden. Utklippan ist dann noch eine Spur kleiner. Ausser einem Leuchtturm, einem Cafe (leider geschlossen) und einer Mini-Jugendherberge mit 14 Betten gibt es hier nix. Nicht mal Trinkwasser, nur zwei Plumsklos. Dafür jede Menge Vögel. Der Leuchtturm, und damit das Café, liegen leider auf der Nachbarinsel vom Hafen aus gesehen, so dass man sich hier ein Ruderboot leiht, um die 100 Meter hinüber zu rudern. Alles in allem sehr einsam und urtümlich.

Und ab hier dann echtes T-Shirt-Wetter. Gemütlich gings bei 2-3 Windstärken rüber ans schwedische Festland. Dabei geht es durch den Kalmarsund, die Meerenge zwischen der Insel Öland und dem Festland. Und genau in dessen Mitte liegt Kalmar, mittelalterliche Handelsstadt mit Schloss, Kathedrale und Co.

Was die weitere Törnplanung angeht, so ist der Plan, bis nach Estland zu fahren wohl gestorben. Zuviel Zeit ist mit den Sturmtagen am Anfang drauf gegangen. Naja, was solls, dafür gehts ab morgen dann in die Schärenlandschaft.

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Mittsommerfeuer

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am Sankt-Hans-Tag

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Die Erbseninseln (Christansö und Frederiksö)

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(Letzer?) Sturmtag

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Sonne schießen

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Auf zum Café

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Utklippan

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Endlich Sommer!

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Kalmar Schloss

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Kalmarsund

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Kalmar Hafen

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Kalmar

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Bornholm

Inzwischen Bornholm. Hammerhaven. Leider mal wieder Sturm. So sieht die Hafeneinfahrt aus: 20110623-171105.jpg

Aber Bornholm selbst ist wunderschön. Direkt über unserem Hafen liegt eine alte Burgruine und man wandert dort direkt über den Klippen hin.

Ein paar Eindrücke:

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Viel Zeit zum Stadt gucken

Sieht so aus, als lägen wir hier noch ein Weilchen. Starkwind bis mindestens morgen…

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Fehmarn, Nachtfahrt, Dänemark und Co.

Zurück in der Internet-Zivilisation. Es leben die Fast-Food-Läden mit freien Wifi. Es gibt einiges aufzuholen, insofern der Großteil im Telegrammstil.

Inzwischen haben wir es bis Schweden geschafft, Ystad um genau zu sein (für Interessierte: hier ermittelt Kurt Wallander). Eigentlich wollten hier schon am Mittwoch sein, aber dann kam doch alles anders.

Von Kiel aus gings endlich raus auf die Ostsee, ein bischen Flaute zum eingewöhnen, aber endlich segeln! Zwischenstopp war dann in Lippe, muss man nicht kennen, aber liegt auf halbem Weg nach Fehmarn. Da war dann schon etwas mehr los nachdem wir Montag nachmittag dort angekommen waren, erstmal Spaziergang Obst und Fisch eingekauft. Das Obst dann direkt verspeist, den Fisch gabs abends aufm Schiff.

Am nächsten Tag war für den neuen Motor dann erstmal Wartung nach 20 Betriebsstunden fällig. Ölwechsel und das wars. Stempel gabs auch ins Garantiebuch. Danach die tolle Idee, doch zu Fuß in den naheliegenden Ort Burg zu laufen, tja, doch drei Kilometer… Dafür dann Aquarium mit Riesenhaien.

Und abend dann eine weitere Schnappsidee, doch einfach eine Nachtfahrt einzulegen und direkt bis Ystad durchzufahren. Das ganze fing dann auch promt mit 5 Windstärken auf hinter Fehmarn an, so dass es in den Wellen eher ungemütlich wurde. Nachdem wir lecker Putensteaks noch in der Pfanne jongliert hatten, hatte der Wind ein Einsehen (vielleich hat ja der geopferte Schluck Rum geholfen). So gings dann mit erträglicher Schrägläge und Schaukelei in die Nacht. Als Erlebnis war es auf jeden Fall toll, am Horizont ziehen die Frachtschiffe und wie Weihnachtsbäume beleuchteten Kreuzfahrtschiffe vorbei und man selber fährt von blinkendem Leuchtturm zu Leuchtturm. Nur der Schlaf blieb etwas aus. Ergebnis: am nächsten Morgen dann keine Lust mehr gehabt und ab in den Hafen von Klintholm auf der Insel Mön. So haben wir dann doch erstmal Dänemark geschafft.

Nach dem Bezahlen beim Hafenmeister (18 Euro immerhin) erstmal ab in die Koje, bevor beim nahegelegenen Lammbauern dann lecker Grillzeugs eingekauft wurde. Der Tag wurde dann recht entspannt angegangen, so dass wir am nächsten morgen dann früh loskamen. Ziel: Schweden. Der deutsche Wetterdienst sagt, dass in der Ostsee der Wind meist aus Südwest kommt, tja, bei uns nicht. Ab Mittwoch konstant Südost, d.h. mal wieder nix mit Ystad. Statt dessen Gislvs Läge. Muss man auch nicht kennen, liegt etwa 5 Kilometer östlich vom Trelleborg. Anscheinend hat Rasmus der Rum aber wirklich nicht geschmeckt, denn am nächsten Tag gabs dann Sturmwarnung. Also Hafentag. So gabs dann Wäsche waschen, lesen und Gislövs Läge erkunden (immerhin, ein Supermarkt mit Hackfleisch für die Bologne und Frikadellen am Abend hat sich gefunden).

Heute dann Ziel Bornholm. Nur: Ramsus will noch immer nicht, weiterhin Südostwind, so dass wir jetzt in Ystad sind. Eine echt schöne alte Innenstadt mit altem Rathaus und Co.

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Gorch Fock an der Tirpitzmole in Kiel

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Hafenmeister in Lippe

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Einreffen, Ausreffen, immer diese Sache mit dem Wind

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Boot verholen ist nicht immer einfach

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Nein, der schwimmt nicht in der Ostsee

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Auf in die Nacht

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Vollmond auf See

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Neue Küchenplatte ist toll, der Zugang zum Kühlschrank ist dafür etwas komplizierter geworden

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Möns Klint, Kreidefelsen vor Klintholm

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Im Hafen ist nix zu tun, nur gut so!

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Jeder arrangiert sich mit der Schaukelei auf eigene Weise

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Kanalpassage

Nord-Ostsee-Kanal: Immerhin 40.000 Schiffe fahren hier Jahr für Jahr durch (Sportboote mal nicht mitgerechnet). Eröffnet 1895, geht der Kanal von Brunsbüttel an der Elbemündung bis Kiel an der Ostsee, insgesamt knapp 100 km bei 100-160 Meter Kanalbreite und 11 Metern Tiefe. Die Brücken sind alle mindestens 42 Meter hoch, damit kommt hier sogar die Gorch Fock durch.

Aber genug der Zahlen, wir sind durchgefahren. Samstag morgen gings los, Segeln darf man hier leider nicht, insofern durfte der Motor seinen Dienst tun. Während wir uns beim Steuern abgewechselt haben, wurde das Gepäck ordentlich verstaut, ein Mittagsnack bereitet, sowie mal wieder kleine Reparaturen durchgeführt.

Regelmässig überholt einen auf dem Kanal dann auch mal ein gigantisches Frachtschiff. Irgendwie sind die Dimensionen auf dem riesigen Kanal seltsam verzerrt. Kommt einem ein mal ein Segelboot entgegen, so wird einem erst die Distanz zwischen den Ufern bewusst. Gleiches gilt für die Brücken, auch hier erkennt man die Höhe erst, wenn mal ein Segelboot darunter herfährt und noch 2 Drittel der Durchfahrtshöhe ungenutzt bleiben.

Apropos Brücken, in Rendsburg fährt unterhalb der Eisenbahnbrücke ein seltsames Gefährt. An Stahlseilen hängt hier unter der Brücke eine Schwebefähre, welche Personen und Autos transportiert. Insgesamt sind die Fähren sowie das einzige, worauf man im Kanal wirklich achten muss, da diese ohne Vorwarnung quer über den Kanal setzen und einene auf diese Weise auch schon einmal überraschen können.

Zurück zu unserer Fahrt: In Rendsburg, bei Kilometer 65, war dann tanken angesagt. Hier zeigen sich dann die Freuden des Außenborders. Am Hafen gibt es nur Diesel, also mal wieder zur nächsten Tankstelle und 25 Liter Tank schleppen.

Mit der Abendsonne dann weiter Richtung Kiel, die alten, kleineren, Schleusen sind inzwischen nur noch für Sportboote, also warten wir auf Einlass und fahren dann in das immer noch immense Schleusenbecken. Nach dem Festmachen die Kaimauer raufklettern und hoch zum Schleusenwärter. 12 Euro kostet die Strecke für unsere 7,5 Meter. Kann man nix sagen, oder?

Hinter der Schleuse wird dann direkt in Kiel-Holtenau festgemacht, noch kurz zu Abend gegessen und dann rechtschaffen müde in die Koje.

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Wir sind unterwegs

Wir haben es geschafft. Wir sind endlich unterwegs. Nachdem uns ja leider der Einbaumotor kurzfristig “verstorben” war, sind wir nun stolze Besitzer eines 15 PS Aussenbordermotors mit Halterung.

In der Hoffnung, dass die Werft das ganze noch vor Ostern hinbekommt, haben wir uns seit Mittwoch in Cuxhaven herumgetrieben. Neben einem Besuch im Fischereimuseum haben wir natürlich die “besten Fischfrikadellen” des ganzen Hafens verspeist. Am Freitag wurde dann noch munter mit Hand angelegt, als Schlangenmensch der alte Dieseltank ausgebaut und 35 Liter Benzin von der nächsten Tankstelle geschleppt.

Immerhin konnten wir so die neuen Bordfahrräder einweihen. Mit 16 Zoll und ohne Gangschaltung fühlt man sich an die ersten Fahrversuche auf dem Kinderrad erinnert… Aber der Aktionsradius im Hafen ist damit auf jeden Fall gestiegen.

Jedenfalls haben Herr Hauschke und Co. von der Bootswerft Cuxhaven mit viel Einsatz und Ideen dann doch noch die Halterung montiert bekommen und Sofie schwimmt wieder.

Dann natürlich noch kurz alles verstaut und los gings. Im Motorraum hingen zwar noch ein paar Kabel rum, aber die kann man ja dann mit Isolierband unterwegs VDE-konform umwickeln.

Raus aus dem Hafen und ab auf die Elbe, die hier mehr wie Nordsee und weniger wie ein Fluß aussieht. Draussen  versucht die Instrumente anzuwerfen. Fehlanzeige! Kein Strom! Leichte Hektik an Bord; bitte nicht wieder umdrehen müssen.

Ach ja, da lagen ja noch die Kabel rum. Nach einer lustigen Verlängerungsaktion der Anschlüsse vom Messgerät mit dem Starthilfekabel den Fehler gefunden, die Kabel entsprechend, wieder VDE-konform, verbunden und schon läuft alles.

Und dann endlich das Gefühl unterwegs zu sein genießen. Die auflaufende Flut schiebt kräftig mit und nach 2,5 Stunden sind wir auch schon in Brunsbüttel. Hier geht’s es dann durch die gigantischen Schleusen in den Nord-Ostsee-Kanal. Beim Einlaufen in die Schleuse noch prompt einen Fender verloren, da unser Schleusentorkletterer Olli nicht zur Hand war, ist der dann auch auf der Verlustliste gelandet. Wer braucht auch mehr als zwei Fender?

Zum Abendessen gabs dann noch Spaghetti Arrabiata und der Rotweinschlauch wurde feierliche angebrochen. Einmal anstoßen auf traumhafte zwei Monate. Morgen geht’s über den Nord-Ostsee-Kanal dann hoffentlich bis Kiel und auf die Ostsee!

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Routenplanung

Bald geht es los. Zwei Monate rund um und über die Ostsee.

Als grobe Einführung mal ein Blick auf die Routenplanung:

Schaeren und Meer auf einer größeren Karte anzeigen

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